IQM Initiative Qualitätsmedizin

„Qualitätsmanagement mit Routinedaten bedeutet eine echte Entlastung für die Ärzte. Sicher liegt hierin auch der Grund, dass bereits zum Start der Initiative Qualitätsmedizin so viele Klinikträger und Krankenhäuser dabei sind“ Prof. Dr. med. Dr. h.c.
Axel Ekkernkamp,
Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer Unfallkrankenhaus Berlin

Qualitätsmethodik

Die IQM Methodik zur Verbesserung der medizinischen Qualität basiert auf drei Grundsätzen, zu deren Wahrung sich die IQM Mitglieder freiwillig verpflichten:

  • Messung medizinischer Ergebnisqualität auf Basis von Routinedaten

  • Verbesserung der medizinischen Behandlungsqualität mit Peer Reviews durch die Optimierung von Behandlungsabläufen und –strukturen

  • Transparenz der erreichten Qualitätsergebnisse durch deren Veröffentlichung

Die IQM Mitgliedskrankenhäuser setzen im ersten Schritt auf die direkte Messung der medizinischen Ergebnisqualität. Dadurch stellen sie den Patienten in den Mittelpunkt ihrer Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung.

Im zweiten Schritt werden mit dem IQM Peer Review Verfahren Behandlungsprozesse mit auffälligen Ergebnissen von internen und externen medizinischen Fachexperten anhand konkreter Behandlungsfälle auf mögliche Fehler und Schwachstellen bei Abläufen und Strukturen hin untersucht. Diese Erkenntnisse dienen den Verantwortlichen vor Ort anschließend zur zielgenauen Umsetzung von Maßnahmen, die der Verbesserung der medizinischen Behandlungsqualität dienen. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird durch die erneute Messung der Ergebnisqualität überprüft.

Die Veröffentlichung der erreichten Qualitätsergebnisse, auch und gerade bei verbesserungswürdigen Ergebnissen signalisiert Patienten und der Öffentlichkeit die Bereitschaft des Krankenhauses, konsequent weiter auf dem Pfad kontinuierlicher Verbesserungen voranzuschreiten. Patienten und einweisenden Ärzten dienen die Qualitätsergebnisse zur Orientierung bei der Wahl eines Krankenhauses.

Transparenz und Peer Review sind Ausdruck einer von IQM geförderten offenen Fehlerkultur, die Voraussetzung für die nachhaltige Verbesserung der medizinischen Qualität ist. Die IQM Qualitätsmethodik geht damit inhaltlich weit über die gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätssicherungsverfahren hinaus und unterscheidet sich von der Vielzahl weiterer, teils ergänzender Ansätze, die sich um die Verbesserung der medizinischen Versorgungsqualität bemühen. Diesen Verfahren ist gemein, dass sie lediglich die Qualität von Behandlungsstrukturen und -prozessen erfassen, mit einem hohen Dokumentationsaufwand verbunden sind, jedoch nicht zwangsläufig zur Verbesserung der für den Patienten bedeutsameren medizinischen Ergebnisqualität führen.